Feedback 2009 - Doris

Es war mal wieder so weit, das Camp-DT stand vor der Tür.
Nach reichlichen Überlegungen wo und wann es stattfinden sollte trafen wir uns letztendlich in Rheinland-Pfalz in dem kleinen Ort Strüth vom 30.07 bis zum 02.08. Mit 13 Teilnehmern waren wir eine überschaubare Gruppe.

Donnerstag war Anreisetag. Da wir über Koblenz fuhren, haben wir einen Stopp zum Einkaufen gemacht und mit drei großen Einkaufswagen alles nötige besorgt und es später in das Auto gequetscht, es war voll bis unters Dach.
Als wir am Haus ankamen waren schon ein paar dort. Als erstes galt es das Auto auszuladen und die Lebensmittel in die Küche zu bringen. Danach würde sich bei Kaffee, Tee, Kuchen und ein paar Sandwiches erst einmal kennen gelernt. Mit der Zeit trudelten auch die letzten Teilnehmer ein. Die Zimmer wurden aufgeteilt und das Abendessen vorbereitet. Mit Unterhaltungen und Kicker spielen war auch der erste Abend schnell rum. Als Diabetiker hat man schließlich immer ein Thema, das kein Ende findet.

Am nächsten Tag, dem Freitag, stand Vormittags Brunch an. Dieser wurde von der Firma DiaExpert mitgebracht, die uns auch währenddessen auf den neuesten Stand brachte, welche neuen Messgerät auf den Markt sind und kommen und was sich in der Welt der Insulinpumpen tut.
Nachmittags haben wir uns bei wunderschönem Wetter draußen aufgehalten. Fußball und Twister gespielt und diverse andere Spiele, die man gut mit größeren Gruppen spielen kann. Für abends war Grillen angesagt, was wir dank des guten Wetters auch umsetzten konnten. Mit einer Vielfalt an Salaten und Fleisch vom Grill haben wir uns es wieder einmal gut gehen lassen. Am Lagerfeuer, als es dunkel war, wurde die Gitarre ausgepackt und zusammen gesungen. Mit der Zeit wurde es doch kalt und wir haben unseren Sing-Abend im Haus mit Sing-Star fortgesetzt. Auch dieser Tag ging bis spät in die Nacht.

Samstag war wieder ein Vortrag geplant, diesmal von einer Mitarbeiterin der Firma Novo Nordisk, auf deren Idee des Camp D auch unser Camp DT gründet. Wie es zu diesem Camp D das erste mal 2006 kam wurde uns berichtet. Mit Bildern im Hintergrund wurde es für die, die beim Camp D noch nicht dabei waren anschaulich, die anderen schwelgten in Erinnerungen. In einer anschließenden Diskussionsrunde haben wir uns dann darüber ausgetauscht, in welchen Bereichen, die besonders Kinder und Jugendliche betreffen, noch Aufklärungsarbeit zum Thema Diabetes notwendig ist und wie diese am besten umzusetzen sei. Eine interessante Diskussion, in der klar wurde, dass diese Volkskrankheit noch auf viele Unwissende trifft und mit Vorurteilen zu kämpfen hat.
Der Nachmittag war wieder zur freien Verfügung. Bei strahlendem Sonnenschein haben wir draußen auf der Wiese gelegen und gelesen oder Activity gespielt. Zeit zum Austausch über den Alltag mit Diabetes gab es natürlich auch. Manche unter uns spritzen mit Pens, andere behandeln ihren Diabetes mit einer Insulinpumpe. Die Vor- und Nachteile wurde aufs ausführlichste erörtert.
Der letzte Abend war ein Spieleabend. Mit dem Spiel „Die Werwölfe vom Düsterwald“, ein Rollenspiel, verbrachten wir fast den gesamten Abend (und die Nacht bis 5 Uhr). In den Diskussionsrunden, die das Spiel enthält, wurde deutlich, wie gut man die anderen schon kannte und musste sie oft einschätzen können. Warum ist auf einmal jemand still in der Diskussion, hat er etwas zu verbergen in der Runde? Genaue Beobachtungen der Mitspieler sind notwendig. Ein Spiel, bei dem man die anderen noch einmal ganz anders wahrnimmt.

Der Sonntag war dann auch schon wieder der Abreisetag. Die Zimmer mussten wieder in Ordnung gebracht, die Küche aufgeräumt, die Lebensmittel aufgeteilt werden usw. Wehmütig sind wir alle wieder nach Hause gefahren. Die vier Tage waren wieder einmal wunderschön. Neue nette Leute haben wir alle kennen gelernt, neue Motivation für den Alltag und die Vorfreunde auf ein nächstes Treffen mitgenommen.

Ein Treffen, von dem wir aller persönlich viel mitgenommen haben und das unvergesslich in unseren Köpfen ist, verbindet uns nun alle.

Eure Doris